gesetzliche Unfallversicherung in der Kritik
Private Unfallversicherung
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Die Private Unfallversicherung

Die private Unfallversicherung bietet einen deutlich erweiterten und umfangreicheren Schutz, als es die gesetzliche Unfallversicherung als Teil des Sozialversicherungssystems leisten kann. Während die gesetzliche Unfallversicherung nur dann die Kosten eines Schadens aufgrund eines Unfalls übernimmt, wenn sich dieser am Arbeitsplatz oder auf dem Weg dorthin ereignet hat, hat die private Unfallversicherung weltweit und zu jeder Uhrzeit Gültigkeit. Wer sich neben dem Beruf also auch privat um Falle eines Unfalls absichern möchte, sollte sich für die private Unfallversicherung entscheiden. Zuvor sollte man allerdings einen Unfallversicherung Vergleich gemacht haben. Diese beinhaltet einige Leistungen, die nachfolgend aufgezählt und beschrieben werden. Die Basis der privaten Unfallversicherung ist die so bezeichnete Invaliditätsleistung. Invalidität bedeutet nicht, dass der Versicherte ein "Invalide" sein muss, um diese Leistung erhalten zu können, sondern vielmehr muss er in bestimmter Weise auf Dauer durch den Unfall geschädigt worden sein. Der Versicherte kann die Höhe der Invaliditätsleistung frei vereinbaren, zudem hat er bei nahezu jeder Versicherung die Möglichkeit, eine progressive Invaliditätsstaffelung festzulegen. Progressivität bedeutet in diesem Fall, dass die Höhe der auszuzahlenden Summe überproportional mit einer schwereren Verletzung ansteigt. Es hat sich immer wieder gezeigt, dass Singles mehr Unfaelle haben.

Die Höhe der Leistung richtet sich nach der von der Versicherungsgesellschaft festgelegten Gliedertaxe


Im Rahmen der Invaliditätssumme bekommt der Versicherte nicht immer 100 Prozent ausgezahlt, sondern die Höhe der zu erwartenden Leistung richtet sich nach der von der Versicherungsgesellschaft festgelegten Gliedertaxe. Dort wird festgesetzt, wie viel Prozent der Versicherte von der Invaliditätssumme bekommt. Und zwar richtet sich die Höhe der Auszahlung nach der Art der Schädigung. So wird beispielsweise der Verlust eines Daumens mit ca. 25-30 Prozent angesetzt. Hätte der Kunde also eine Invaliditätsgrundsumme von 100.000 Euro vereinbart, würde er in diesem Fall 25.000 bis 30.000 Euro ausgezahlt bekommen. Progressive Invaliditätsstaffel bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Summe ab einer bestimmten Prozentzahl ansteigt. Würde der Versicherte beispielsweise beide Daumen verlieren, wären das zusammen 50 Prozent der Versicherungssumme. Ab 50 Prozent ist es allerdings oftmals so, dass man in Folge der Progressivität die 2-fache Invaliditätssumme als Grundlage nimmt. Der Geschädigte würde dann also nicht 50.000 Euro bekommen, sondern 100.000 Euro, da von der zweifachen Summe von 100.000 Euro Grundsumme ausgegangen wird. Eine weitere wichtige Leistung der privaten Unfallversicherung ist die Zahlung einer monatlichen Unfallrente, deren Höhe ebenso wie die Invaliditätssumme bei Vertragsabschluss vereinbart worden ist. Wie hoch diese Unfallrente sein muss, hängt vor allem auch davon ab, inwieweit der Kunde ansonsten bereits abgesichert ist. Besteht beispielsweise bereits eine private Berufsunfähigkeitsversicherung, wäre die Absicherung in Form einer Unfallrente dann zusätzlich noch vorhanden, denn eine Unfallrente bekommt man ebenso wie die BUZ-Rente erst dann, wenn man zu einem bestimmten Mindestgrad arbeitsunfähig ist. Wer also beispielsweise bereits eine Berufsunfähigkeitsrente von 1.500 Euro monatlich im Versicherungsfall erhalten würden, benötigt nicht unbedingt noch die Unfallrente, sondern kann sich diesen Anteil am Gesamtbeitrag sparen.

Der Versicherte kann in der privaten Unfallversicherung noch weitere Versicherungsleistungen festlegen.

Neben den beiden genannten Leistungen, kann der Versicherte im Rahmen der privaten Unfallversicherung noch weitere Versicherungsleistungen festlegen. Machen Sie einen Unfallversicherungsvergleich und erkennen Sie so die Unfallversicherungen, die außer den Standardleistungen noch weitere Leistungen anbieten. Dazu gehören beispielsweise die Zahlung einer Versicherungssumme im Todesfall, das Krankenhaustagegeld oder das Krankentagegeld. Letzteres ist sicherlich insbesondere für Selbstständige sinnvoll, da diese im Gegensatz zu Angestellten einen "echten" Verdienstausfall haben, wenn sie aufgrund es Unfalls mehrere Wochen oder Monate nicht arbeiten können. Auch das Krankenhaustagegeld kann in diesem Fall eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Neben den Leistungen, spielt für die meisten Versicherten natürlich auch die Höhe des Versicherungsbeitrages eine große Rolle. Dieser setzt sich bei der privaten Unfallversicherung aus mehreren Faktoren zusammen. Natürlich spielt in erster Linie die Leistungsbreite eine Rolle. Vereinbart man beispielsweise die Zahlung einer Unfallrente, ist der Beitrag natürlich deutlich höher, als wenn man "nur" die Zahlung der Invaliditätssumme festlegt. Ferner richtet sich die Beitragshöhe noch nach dem Geschlecht, dem Alter und vor allem auch dem Beruf des Versicherten, da manche Branchen "gefährlicher" sind als andere. Auch besonders riskante Hobbies wie zum Beispiel Freeclimbing etc. sollten bei Abschluss der Versicherung auf jeden Fall erwähnt werden, da die Versicherung ansonsten bei Nicht-Bekanntgabe dieses besonderen Risikos im Zweifelsfalle die Leistung wegen Verschweigen dieser Tatsache verweigern kann.