Sonderformen der Unfallversicherung
Im Falle eines Unfalls kann man sich in
Deutschland auf die verschiedensten Arten hinsichtlich der
drohenden finanzielle Folgen absichern. Dieses geschieht in erster
Linie durch die gesetzliche Unfallversicherung, in der jeder
Arbeitnehmer automatisch versichert ist. Diese erbringt allerdings
nur dann eine Leistung, wenn sich der Unfallschaden am Arbeitsplatz
oder in sonstiger Ausübung der beruflichen Tätigkeit ereignet hat.
Zudem sind auch die Hinfahrt zur Arbeitsstätte und die Rückfahrt
nach Hause durch diese Versicherung abgedeckt. Wer einen etwas
weitgehenderen Schutz auch für den privaten Bereich haben möchte,
kann sich im Rahmen einer privaten Unfallversicherung vor
unangenehmen finanziellen Folgen schützen. Diese erbringt ihre
Leistungen bei wirklich jedem Unfall, ganz gleich wo und wann
dieser sich ereignet hat. Neben diesen beiden
"Standard-Unfallversicherungen" gibt es allerdings noch einige
Sonderformen der Unfallversicherung. Dazu zählen z.B. die
Insassenunfallversicherung, die Reiterunfallversicherung, oder
spezielle Unfallversicherungen für bestimmte Hobbies.
Insassenunfallversicherung
![]() |
Reiterunfallversicherung
Die Reiterunfallversicherung ist eine noch
speziellere Sonderform der Unfallversicherung. Aufgrund der
Tatsache, dass mit dem Reitsport bzw. der Pferdehaltung an sich
besondere Risiken verbunden sind, wurde diese Sonderform der
Unfallversicherung geschaffen. Grundsätzlich handelt es sich dabei
um eine "normale" Unfallversicherung, die alle Leistungen wie
Invaliditätssumme, Unfallrente etc. bietet, allerdings nur dann
gültig ist, wenn der Unfall des Reiters in einem kausalen
Zusammenhang mit dem Pferd bzw. dem Pferdesport steht. Aufgrund des
erhöhten Risikos sind die Prämien zur Reiterunfallversicherung zum
Teil deutlich höher, als es bei der normalen Unfallversicherung der
Fall ist. Allerdings müsste man natürlich auch dort einen höheren
Beitrag zahlen, da ein zusätzliches Risiko versichert werden muss.
Eine ähnliche Sonderform der privaten Unfallversicherung stellt
auch eine etwas allgemeiner gehaltene Unfallversicherung dar. Diese
beschränkt sich nicht nur auf das Hobby Pferd, sondern der
Versicherte kann alle möglichen besonders gefährlichen Hobbies über
diese Zusatzunfallversicherung versichern lassen. Vielfach wird
diese Sonderform benötigt, da einige Versicherer bestimmte Risiken
im Rahmen der "normalen" privaten Unfallversicherung gar nicht erst
abdecken möchten oder können. In diesem Fall empfiehlt sich also
der Abschluss dieser speziell auf gefährliche Hobbies
ausgerichteten Sonder-Unfallversicherung. Im Rahmen des
Versicherungsvertrages muss man hier allerdings genau darauf
achten, dass man auch alle relevanten Daten angibt. Spezielle
Hobbies, die oftmals innerhalb dieser Sonderunfallversicherung
versichert werden müssen, sind zum Beispiel Motorsport,
Free-Climbing oder Bergsteigen, Hochseilartisten und
zusammenfassend gesagt eigentlich besonders sportliche Aktivitäten,
die nicht im Bereich des Breitensportes zu finden sind.
Fazit: Man kann sich also auch gegen spezielle Risiken versichern
Als Fazit bleibt zu sagen, dass man sich also auch im Rahmen einiger Sonderformen durchaus gegen speziellere Risiken versichern kann, falls der Versicherungsschutz der gesetzlichen oder der privaten Unfallversicherung einmal nicht ausreichen sollte.


